Eskalation am Wollbuffet – Der „Tag der Wolle“ in Freiburg

Werbung (Bloggereinladung/Markennennung/unbeauftragte Berichterstattung)//


Als ich am Freitag meinen Koffer gepackt, ein bisschen Strickzeug für die 5-stündige Autofahrt zusammengesucht und dabei lauter Vorfreude empfunden habe, musste ich unwillkürlich schmunzeln und kurz innehalten. Denn plötzlich ist mir eines ganz bewusst geworden: Wie schnell sich im Leben so vieles ändern kann. Inzwischen habe ich mich daran gewöhnt, Samstage im Wollladen zu verbringen, das halbe Internet nach Strickinspiration zu durchforsten und – als würde das noch nicht reichen – auch nachts von Wolle zu träumen. Aber was hätte wohl mein 20-jähriges Ich vor vier Jahren von meiner plötzlichen Leidenschaft für Handarbeit gehalten?


Den 15. September habe ich mir jedenfalls schon seit Mitte Juli auf meinem Kalender mit einem dicken, roten Stift eingekreist. Ein ganz besonderer und aufregender Tag sollte es werden, so habe ich ihn mir jedenfalls vorgestellt. Ein bisschen Garn, nette Leute, eine mir noch unbekannte Stadt und vor allem: ein gemeinsames Interesse, das Stricken. Für viele meiner Bloggerkollegen ist der inzwischen zum zweiten Mal stattfindende „Tag der Wolle“ in Freiburg, organisiert vom OZ-Verlag, zu einem regelrechten Klassentreffen geworden. Da die anderen Strickblogger schon im Jahr zuvor fleißig Blogbeiträge geschrieben und zum Teil sogar live auf Facebook und Instagram berichtet haben, wusste ich schon so ungefähr, was mich erwarten würde. Gespannt war ich trotzdem, schließlich war es mein erstes richtiges Bloggertreffen.


In Freiburg angekommen traf ich schon im Hotel auf die ersten Gleichgesinnten. Nach einer kurzen Stadtführung ging es am späten Nachmittag dann in das Ballhaus zu dem eigentlichen Highlight des Tages. In einem großen, sehr hübsch dekorierten Saal mit Kronleuchtern und Spiegelwand wurden wir, rund 30 Strick- und Häkelblogger, in Empfang genommen. Auf uns warteten nicht nur die Mitarbeiter vom OZ-Verlag, sondern auch viele verschiedene Garne, die auf einem langen Wollbuffet angerichtet waren. Und wenn so viele Handarbeitsverrückte gleichzeitig einen Raum betreten, wisst Ihr vermutlich, dass uns in diesem Moment weder das einladende Gläschen Sekt, noch die schmackhaftesten Kreationen an Fingerfood davon abhalten können, wie Verrückte auf die Wolle loszustürmen und erst einmal alles zu begutachten. So unterschiedlich wir, eine bunt gemischte Truppe Handarbeitsblogger, auch sein mögen, in der Hinsicht sind wir alle ziemlich gleich.



Als die Veranstalter nach einer Vorstellungsrunde dann ausriefen, das Buffet sei eröffnet, ging alles sehr schnell und binnen weniger Minuten war (fast) alles leer geräumt. Wir wühlten in den Wollkörben, sicherten uns passende Nadeln von Prym oder Pony, gingen zu unseren Plätzen, packten die Goodie-Bags aus und strickten los. Ein spannendes Erlebnis und hätte ich nicht vorher schon den Tipp bekommen, das Fingerfood trotz Magenknurren links liegen zu lassen und mir erst einmal einen Knäuel Wolle zu sichern, hätte ich an dem Abend sicherlich keine vollgepackte Tüte mit Garn ins Hotel tragen können.


Schon auf meinem diesjährigen Messebesuch auf der H&H in Köln habe ich genauestens die Garnneuheiten gemustert und meine ersten Favoriten kategorisiert. In Freiburg bin ich dann wieder auf einige meiner Lieblinge gestoßen. Am Wollbuffet wurden uns nämlich unter anderem einzelne Qualitäten von LANG Yarns, Austermann, Schoeller & Stahl, Katia, Gründl und Opal präsentiert. Auch neue Garne und Hersteller, die für mich zuvor noch völlig unbekannt waren, wie Novita oder Phildar, haben mein Interesse auf sich gezogen. Ich muss an dieser Stelle ehrlich gestehen, dass ich bezüglich der Wollqualitäten und Farben oft etwas wählerisch bin und wenn mir ein Garn nicht auf Anhieb zusagt, ich mit der Farbe hadere, dann nimmt das Projekt auch meist kein gutes Ende. Deshalb hätte ich mir von dem ein oder anderen Hersteller noch zwei, drei mehr Knäuel zum Ausstellen an diesem Abend gewünscht und gern einen Blick auf die Farbkarten geworfen. Praktisch war zwar, dass wir die Möglichkeit hatten, mit einigen Vertretern der Firmen zu sprechen. Wie das bei einem solchen Bloggerabend aber eben so ist, wollen wir möglichst viel mit Gleichgesinnten plaudern,  das Fingerfood nicht unberührt lassen, nebenbei auch noch alle Garnneuheiten kennenlernen und gleichzeitig die ersten Maschenproben anfertigen. Das alles an nur einem Abend zu schaffen, wäre eine Utopie.


Was nach so einem Wochenende bleibt, ist die Erinnerung an viele aufschlussreiche Gespräche, tolle Produkte und eine schöne (leider viel zu kurze) Zeit in Freiburg. Und natürlich gibt es da ja auch noch die Wollknäuel, die mich in den folgenden Wochen und Monaten begleiten werden. Welche Wolle es mir besonders angetan hat, könnt Ihr zum Teil schon an meinen Fotos erahnen. Auf Instagram wird es die nächsten Wochen aber noch einige weitere Infos dazu geben. Also schaut dort auch wieder mal vorbei.


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Viele weitere Bilder von dem großartigen Tag findet Ihr auch auf dem Blog vom OZ-Verlag ! Und dort könnt Ihr auch die Berichte anderer Blogger nachlesen. Ich wünsche euch viel Spaß dabei!



 

 

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2 Antworten auf „Eskalation am Wollbuffet – Der „Tag der Wolle“ in Freiburg

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